Outrageous Predictions
Die Grüne Revolution der Schweiz: 30 Milliarden Franken-Initiative bis 2050
Katrin Wagner
Head of Investment Content Switzerland
Saxo Group
Swing Trading ist eine verbreitete Handelsstrategie, die darauf abzielt, Kursbewegungen oder «Swings» am Markt auszunutzen. Swing-Trader versuchen, ein Asset zu kaufen oder zu verkaufen, bevor dessen Wert die nächste nennenswerte Bewegung macht, und schliessen ihre Position idealerweise mit Gewinn (Verluste sind jedoch möglich).
In diesem Leitfaden behandeln wir die Arten von Strategien, die Swing-Trader anwenden. Zudem schauen wir uns die verschiedenen technischen Indikatoren an, die Swing-Trader beherrschen, um zu entscheiden, ob es sich lohnt, ein Asset long oder short zu nehmen.
Ein Swing-Trader versucht, einen Prozentsatz einer grösseren Marktbewegung mitzunehmen. Die Annahme dabei ist, dass sich die Preise nicht linear entwickeln. Stattdessen durchlaufen sie während einer Handelsperiode viele Hochs und Tiefs.
Die Aufgabe des Swing-Traders ist es, zu beurteilen, ob der Wert eines Vermögenswerts als Nächstes wahrscheinlich steigen oder fallen wird, bevor eine Position im Markt eingenommen wird. Die Profitabilität hängt davon ab, dass er Marktbewegungen mit regelmässiger Genauigkeit vorhersagen kann, etwa durch ein vorteilhaftes Verhältnis von gewonnenen zu verlorenen Trades.
Swing Trading unterscheidet sich von anderen mittel- bis langfristigen Handelsstrategien, die auf sehr grosse Marktbewegungen setzen. Anders als Anleger, die ein Asset über mehrere Jahre halten, suchen Swing-Trader nach kurzen Zeitfenstern, in denen sie die Kursbewegung eines Vermögenswerts mitnehmen können, während sie versuchen, Abwärtsrisiken zu begrenzen und Aufwärtschancen zu realisieren.
Die Grenze zwischen Swing Trading und Daytrading ist fliessend. Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass Daytrader ihre Positionen innerhalb derselben Handelssitzung eröffnen und schliessen und versuchen, aus kleinen, aber häufigen Marktbewegungen Gewinn zu ziehen.
Swing-Trader hingegen halten Positionen über Nacht, teilweise mehrere Tage oder Wochen, um den vollen Wert der erwarteten Marktbewegung zu erfassen.
Ein weiterer grosser Unterschied besteht in den Margen- (Hebel-)Regelungen für Daytrader versus Swing-Trader. Margenlimits variieren je nach Rechtsraum, Broker, Instrument und Kundentyp und können für Intraday-Positionen anders ausgestaltet sein als für Übernacht-Positionen.
Wenn Sie überlegen, Swing Trading auszuprobieren, lohnt es sich, die Strategien kennenzulernen, die einen Rahmen für Ein- und Ausstiege bieten:
Ein Swing-Trader stützt seine Strategie häufig stark auf technische Analyse, um Vertrauen in eine Position zu gewinnen. Die technische Analyse basiert auf historischen Kursmustern und aktueller Kursaktion, um passende Einstiegs- und Ausstiegspunkte zu bestimmen.
Im Folgenden betrachten wir drei der am häufigsten verwendeten technischen Indikatoren zum Eröffnen eines Swing-Trades:
Hat ein Swing-Trader einen Trend identifiziert, hilft der RSI, die Stärke des Momentums zu messen. Der RSI kann auch anzeigen, ob ein Asset so stark gestiegen ist, dass es als «überkauft» gilt und eine Korrektur bevorstehen könnte. Ebenso kann der RSI anzeigen, ob ein Asset «überverkauft» ist und deshalb potenziell eine Erholung erleben könnte.
Der RSI wird auf einer Skala von null bis 100 dargestellt. Werte von 70 oder höher gelten gemeinhin als überkauft, Werte unter 30 als überverkauft. Diese Schwellenwerte sind verbreitete Interpretationen, garantieren jedoch keine Umkehr; Signale können falsch sein.
Ein GD betrachtet die Schlusskursdaten eines Assets über einen festgelegten Zeitraum, um dessen durchschnittlichen Wert für diesen Abschnitt zu visualisieren. Das kann etwa 30, 50 oder 365 Tage sein. Der Indikator trägt die durchschnittlichen Schlusskurse als Linie ein und zeigt so die Kursbewegungen. GDs dienen eher dazu, einen Trend zu bestätigen als ihn vorauszusagen, weil sie auf historischen Daten beruhen und dem Echtzeitkurs leicht nachlaufen.
Eine typische Swing-Trading-Strategie mit GDs sucht nach «Crossover»-Signalen zwischen zwei GDs – einem schneller reagierenden (zum Beispiel 50-Tage-GD) und einem langsameren (zum Beispiel 100-Tage-GD). Kreuzen sich die Linien, ist das ein Hinweis auf eine mögliche Richtungsänderung: Überschreitet der 50-Tage-GD den 100-Tage-GD nach oben, kann das den Beginn eines Aufwärtstrends signalisieren; umgekehrt deutet ein Unterschreiten auf einen Abwärtstrend hin.
Der stochastische Oszillator ist ein weiterer Momentum-Indikator, ähnlich dem RSI. Er arbeitet typischerweise über ein 14-tägiges Fenster und vergleicht den letzten Schlusskurs mit der Handelsrange der vergangenen zwei Wochen. Damit zeigt er Momentum-Verschiebungen, die oft vor einem Volumen-Peak sichtbar werden, und ist so für Swing-Trader ein wichtiger Indikator. Auch hier können Signale falsch oder nachlaufend sein.
Auf dem stochastischen Oszillator sind in der Regel zwei Linien zu sehen: eine Hauptlinie (zum Beispiel schwarz) und eine Signallinie (zum Beispiel rote, gepunktete). Die Skala reicht ebenfalls von null bis 100. Übersteigt die Linie 80, gilt das Asset als überkauft; fällt sie unter 20, deutet das auf einen überverkauften Markt hin.
Falls Sie noch unsicher sind, ob Swing Trading zu Ihnen passt, helfen Ihnen die folgenden Vor- und Nachteile bei der Entscheidung:
Swing Trading ist eine seriöse Option für diejenigen, die nicht die Zeit haben, von der Markteröffnung bis zum Marktschluss aktiv zu traden. Swing-Trader stützen sich stärker auf technische als auf fundamentale Analyse, um Handelsentscheidungen zu treffen. Sie nutzen Indikatoren, um Ein- und Ausstiegspunkte zu definieren, oft basierend auf Unterstützungs- und Widerstandszonen. Daher lässt sich Swing Trading in nahezu jedem Finanzmarkt anwenden.