Outrageous Predictions
Die Grüne Revolution der Schweiz: 30 Milliarden Franken-Initiative bis 2050
Katrin Wagner
Head of Investment Content Switzerland
Saxo Group
Mit Trading kann man Geld verdienen, aber es gibt keine Garantien. Die Finanzmärkte sind von Natur aus unvorhersehbar. Niemand kann mit Sicherheit sagen, wann der Preis eines Werts steigt oder fällt, und selbst wenn, ist es fast unmöglich vorherzusagen, wie weit der Kurs steigen oder fallen wird.
Sie können Recherchen anstellen und verschiedene Strategien nutzen, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, zur richtigen Zeit die richtigen Entscheidungen zu treffen. Dennoch besteht immer das Risiko, dass etwas schiefgeht. Für solche Fälle ist ein Plan B wichtig. Im Trading ist eine häufige «Plan‑B»-Massnahme die Stop‑Loss‑Order. Dieses Instrument des Risikomanagements kann helfen, Verluste zu begrenzen, wenn Trades gegen Sie laufen.
Stop‑Loss‑Orders verhindern nicht alle Verluste, aber sie sind ein Mittel, um Verluste zu begrenzen.
Eine Order ist eine Anweisung zu kaufen oder zu verkaufen. Orders werden in der Regel telefonisch oder online platziert. Ein Trader, also Sie, erteilt die Order an einen Broker (die Person oder das Unternehmen zwischen Ihnen und den Finanzmärkten). Die Order enthält die Instruktionen, die der Broker in Ihrem Auftrag ausführen soll.
Wenn Sie zum Beispiel 100 Aktien von Amazon kaufen wollten, würden Sie beim Broker eine «Buy»-Order platzieren. Die Software des Brokers leitet Ihre Order an eine Börse weiter. Sobald ein Gegenparteien‑Match gefunden ist, wird die Order ausgeführt.
Was ist ein Gegenparteien‑Match? Das ist einfach eine andere Art zu sagen, dass jemand die Gegenposition platziert hat. So funktionieren Finanzbörsen: Einige Marktteilnehmer kaufen, andere verkaufen. Die Aufgabe des Brokers ist es, die Order so zu platzieren, dass die beiden Parteien an einer Börse zusammengeführt werden können.
Wenn Sie eine Kauforder platzieren, wird sie an einem Markt mit einem Verkäufer abgeglichen. Wenn Sie eine Verkaufsorder platzieren, wird sie mit einem Käufer abgeglichen. Das ist eine sehr grundlegende Beschreibung davon, wie Orders und Börsen funktionieren, aber diese Konzepte sollten Sie verstehen, bevor Sie ein Finanzinstrument handeln.
Es gibt viele Ordertypen. Alle beruhen auf demselben Grundprinzip. Allerdings unterscheiden sie sich darin, wie die Order ausgeführt wird, wann sie verfällt und wie sie geschlossen wird. Schauen wir uns die verfügbaren Orderarten an:
Orders sind Anweisungen an einen Broker, und Ihr Broker muss wissen, ob Sie kaufen oder verkaufen möchten. Ebenso muss er wissen, welches Finanzinstrument Sie kaufen oder verkaufen wollen. Es ist möglich, Orders für verschiedene Instrumente zu erstellen, etwa Aktien, Forex, CFDs, Rohstoffe, ETFs und Futures. Der Handel mit gehebelten Produkten (wie CFDs, Forex und Futures) ist mit erheblichen Risiken verbunden und Sie können mehr verlieren als Ihre ursprüngliche Einzahlung.
Neben der Angabe, was der Broker kaufen oder verkaufen soll, ermöglicht eine Order die Festlegung mehrerer Variablen, darunter:
Sie können all diese Angaben beim Platzieren einer Order machen. Wenn Sie eine Stop‑Order platzieren, können Sie ebenfalls alle oben genannten Variablen definieren sowie einen Punkt, an dem der Trade beendet werden soll. So entsteht eine Stop‑Loss‑Order.
Eine Stop‑Loss‑Order ist eine Anweisung, zu verkaufen (bei einer Long‑Position) oder zu kaufen (bei einer Short‑Position), wenn der Preis ein festgelegtes Niveau erreicht, um Verluste zu begrenzen. Bei Long‑Positionen liegt der Stop‑Preis typischerweise unter dem Einstiegspreis; bei Short‑Positionen liegt er typischerweise darüber. Wenn Sie Verluste machen, wird der Trade gestoppt. Das Gegenstück zur Stop‑Loss‑Order ist die Take‑Profit‑Order. Bei einer Take‑Profit‑Order wird ein Trade geschlossen, sobald ein bestimmter Gewinn erreicht ist.
Wichtig zu verstehen ist, dass Stop‑Loss‑Orders beim Risikomanagement helfen, aber den Ausführungspreis nicht garantieren. In schnellen Märkten kann die Ausführung zu einem schlechteren Preis erfolgen (Slippage), und Stop‑Limit‑Orders werden möglicherweise nicht ausgeführt.
Es ist wichtig, den feinen Unterschied zwischen Stop‑Loss‑ und Stop‑Limit‑Orders zu erklären.
Eine Stop‑Loss‑Order ist eine Order, die die Anweisung enthält, ein Wertpapier zu kaufen oder zu verkaufen, sobald dessen Kurs einen bestimmten Punkt erreicht (z. B. einen Preis, der unter dem Betrag liegt, den Sie bezahlt haben).
Eine Stop‑Limit‑Order ist eine Order mit zwei Preisangaben: einem Stop‑Preis, der die Order auslöst, und einem Limit‑Preis für die nachfolgende Order.
Der Hauptunterschied zwischen den beiden Orderarten ist das Ausmass der Genauigkeit. Eine Stop‑Loss‑Order erlaubt es Ihnen, einen prozentualen Verlust festzulegen. Zum Beispiel könnten Sie den Stop‑Loss auf 10 % setzen. Fällt der Kurs eines Wertpapiers um 10 % oder mehr gegenüber dem Kaufpreis, löst die Stop‑Loss‑Order aus und die Position wird geschlossen (vorbehaltlich der Marktbedingungen).
Eine Stop‑Limit‑Order verlangt, dass Sie Folgendes definieren:
Eine Stop‑Limit‑Order könnte so aussehen:
Das bedeutet: Die Stop‑Limit‑Order wird ausgelöst, wenn der Preis 1.25 erreicht; dann wird eine Limit‑Order bei 1.26 (oder besser) platziert, abhängig von Marktbedingungen und Liquidität. Diese Präzision kann nützlich sein, birgt aber das Risiko, dass die Order nur ausgeführt wird, wenn der Preis tatsächlich erreicht wird.
Angenommen, Sie haben die Stop‑Loss‑Order bei einem Kurs von 1.29 gesetzt. Am nächsten Tag öffnet der Markt bei 1.22. Da der Kurs unter Ihrem Stop‑Preis eröffnet hat, würde die Stop‑Limit‑Order zwar ausgelöst, die daraus resultierende Limit‑Order bei 1.26 könnte jedoch nicht ausgeführt werden. Die Position bleibt offen.
Im Gegensatz dazu würde eine Stop‑Loss‑Order versuchen, die Position zum bestmöglichen verfügbaren Preis zu schliessen. Zusammengefasst: Stop‑Loss‑Orders sind flexibler, während Stop‑Limit‑Orders präziser, aber starrer sind. Beide können sinnvoll sein – wählen Sie die Orderart, die am besten zu Ihren Zielen und Ihrer Erfahrung passt.
Instrument = Aktien
Unternehmen = Amazon
Position = Kauf
Preis = 100 $
Menge = 1
Stop‑Loss = 10 %
Fällt der Kurs der Aktie auf 90 $ oder darunter, wird die Order automatisch geschlossen. Warum 90 $? Weil 10 % von 100 gleich 10 sind:
100 × 0.1 = 10
100 − 10 = 90
Stop‑Loss‑Orders können auch für Short‑Positionen eingesetzt werden. In diesem Fall schliesst die Order die Position durch einen gegenteiligen Kauf.
Stop‑Loss‑Orders sind ein Instrument zur Risikosteuerung. Sie eliminieren Risiken nicht vollständig, können aber helfen, Verluste zu begrenzen. In schnellen Märkten oder bei Kurssprüngen kann die Ausführung schlechter als der Stop‑Preis ausfallen (Slippage), und Stop‑Limit‑Orders können unter Umständen nicht ausgeführt werden.
In sehr volatilen Märkten können Stop‑Loss‑Orders problematisch sein, da starke Kursschwankungen zu schnellen Auslösungen führen können.
Bevor Sie mit echtem Geld handeln, empfiehlt es sich, ein Demo‑Konto zu nutzen, um den Einsatz von Stop‑Loss‑Orders risikofrei zu üben.