Outrageous Predictions
Die Grüne Revolution der Schweiz: 30 Milliarden Franken-Initiative bis 2050
Katrin Wagner
Head of Investment Content Switzerland
Im Kern investieren viele Menschen mit dem Ziel, einen Gewinn zu erzielen. Das kann geschehen, wenn der Wert einer Anlage im Laufe der Zeit steigt und/oder regelmässige Erträge generiert (zum Beispiel Zinsen, Dividenden oder Mieteinnahmen). Sinkt der Wert hingegen, entsteht ein Verlust. Doch wie lässt sich genau berechnen, wie hoch der Gewinn oder Verlust einer Anlage tatsächlich ist?
Hier kommt die sogenannte Rendite (Rate of Return, RoR) ins Spiel.
Dabei handelt es sich um eine einfache und weit verbreitete Kennzahl, mit der sich der prozentuale Gewinn oder Verlust einer Investition bestimmen lässt – zunächst ohne Berücksichtigung von Faktoren wie Gebühren, Steuern oder Inflation.
Darüber hinaus gibt es weiterführende Berechnungsmethoden, die ein vollständigeres Bild der wirtschaftlichen Entwicklung einer Anlage liefern. So kann beispielsweise die reale Rendite berechnet werden, um den tatsächlichen Wertzuwachs nach Abzug von Inflation zu ermitteln.
Wenn Sie wissen möchten, wie Sie diese Kennzahl gezielt nutzen können, um Ihr Portfolio im Blick zu behalten und fundierte Anlageentscheidungen zu treffen, lesen Sie weiter. Bitte beachten Sie jedoch: Anlagen sind mit Risiken verbunden. Sie können einen Teil, Ihr gesamtes eingesetztes Kapital oder sogar mehr verlieren.
Die Rendite (RoR) zeigt, wie sich der Wert eines Vermögenswerts über einen bestimmten Zeitraum verändert hat. Sie lässt sich berechnen, sofern der Anfangswert, der Endwert sowie allfällige Zahlungsströme während der Haltedauer (zum Beispiel Dividenden oder Zinsen) bekannt sind.
In der einfachsten Form wird die Rendite berechnet, indem der aktuelle Wert eines Vermögenswerts mit seinem ursprünglichen Kaufpreis verglichen wird. So erhalten Sie einen prozentualen Wert, der zeigt, wie stark sich die Anlage seit dem Kauf entwickelt hat – positiv oder negativ.
Diese Prozentzahl macht den Gewinn oder Verlust einer Anlage sichtbar. Anleger nutzen die Rendite häufig, um die Performance ihres Portfolios zu überwachen oder verschiedene Investments miteinander zu vergleichen. Deshalb werden vor einer Investition oft erwartete Renditen verschiedener Anlageklassen betrachtet.
Solche Schätzungen sind jedoch nie garantiert. Sie basieren in der Regel auf aktuellen Marktbedingungen und Wachstumserwartungen für einen bestimmten Markt. Wer die Rendite versteht, kann die Entwicklung seines Portfolios besser verfolgen und gezielter Anlagen auswählen, die langfristig Potenzial bieten.
Schauen wir uns eine einfache Beispielrechnung an. In diesem ersten Beispiel berücksichtigen wir bewusst keine Faktoren wie Dividenden, Gebühren oder Inflation, obwohl diese einen erheblichen Einfluss auf die tatsächliche Rendite haben können.
Angenommen, Sie haben im Jahr 2012 ein Gemälde für USD 10’000 gekauft. Heute möchten Sie es verkaufen und lassen den Wert schätzen. Aufgrund einer gestiegenen Nachfrage nach dem Künstler wird das Kunstwerk inzwischen auf USD 15’000 bewertet. Die einfache Rendite lässt sich dann wie folgt berechnen:
Rendite = ((aktueller Wert − ursprünglicher Wert) ÷ ursprünglicher Wert) × 100
Für dieses Beispiel ergibt sich: (15’000 − 10’000) ÷ 10’000 × 100 = eine Rendite von +50%.
Eine reine Preisveränderung liefert jedoch nicht immer ein vollständiges Bild. Es ist wichtig, auch Kosten und zusätzliche Erträge während der Haltedauer zu berücksichtigen, etwa Gebühren oder Dividenden. Dafür wird die Grundformel um weitere Faktoren erweitert.
Betrachten wir dazu ein weiteres Beispiel:
Das Ergebnis zeigt die gesamte Wertentwicklung Ihrer Anlage inklusive zusätzlicher Erträge und Kosten.
Nach dem gleichen Prinzip lässt sich auch die reale Rendite berechnen, bei der weitere Faktoren wie Inflation, Steuern oder zusätzliche Gebühren berücksichtigt werden. Für ein möglichst genaues Bild Ihrer Portfolio-Performance sollten Sie stets alle relevanten Kosten und Zahlungsströme einbeziehen.
Verschiedene Anlageklassen erzielen Erträge und Verluste auf unterschiedliche Weise. Deshalb ist es wichtig, die jeweiligen Faktoren zu kennen, die in die Berechnung der tatsächlichen Rendite einfliessen. Schauen wir uns einige typische Beispiele an.
Wie bereits gezeigt, sollten bei der Renditeberechnung von Aktien neben der Kursentwicklung auch Dividenden und Brokergebühren berücksichtigt werden. Alle diese Faktoren müssen über die gesamte Haltedauer hinweg einbezogen werden, damit klar ersichtlich ist, wie sich die Anlage vom Kauf bis zum Verkauf entwickelt hat.
Die Berechnung der Rendite bei Anleihen unterscheidet sich leicht, da Anleihen regelmässig Zinsen auszahlen – ähnlich wie Dividenden bei Aktien.
Angenommen, Sie kaufen Anleihen im Wert von USD 500 mit einem Zinssatz von 5%. Das entspricht jährlichen Zinserträgen von USD 25.
Wenn Sie die Anleihe später für USD 600 verkaufen, ergibt sich ein Kursgewinn von USD 100 plus USD 25 Zinserträge. Der Gesamtgewinn beträgt somit USD 125. Daraus ergibt sich eine Rendite von 25%.
Bei Immobilien ist die Berechnung komplexer, da zahlreiche Kosten berücksichtigt werden müssen – etwa Unterhalt, Steuern oder Nebenkosten. Wenn Sie eine Immobilie kaufen, um sie später zu verkaufen, müssen Sie den ursprünglichen Kaufpreis sowie den aktuellen Marktwert ermitteln.
Vor der Renditeberechnung sollten sämtliche Kosten, die im Laufe der Zeit angefallen sind, abgezogen werden. Falls zusätzliche Einnahmen wie Miete erzielt wurden, können diese – ähnlich wie Dividenden bei Aktien – in die Berechnung einbezogen werden.
Das Verständnis der Renditeberechnung ist eine wichtige Grundlage, um Ihr Portfolio gezielt zu steuern. Bei Saxo haben Sie Zugang zu Tausenden von Anlageinstrumenten, mit denen Sie ein Portfolio zusammenstellen können, das zu Ihren Zielen passt.
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