Wie man die Rendite von Investments berechnet
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Die Berechnung der Rendite (Rate of Return) basiert darauf, den aktuellen Wert eines Vermögenswerts mit seinem ursprünglichen Wert zu vergleichen, um Gewinn oder Verlust prozentual zu bestimmen. So lässt sich schnell erkennen, wie stark eine Anlage innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu- oder abgenommen hat.
- Aussagekräftiger wird die Rendite, wenn neben der Preisentwicklung auch Zahlungsströme und Kosten berücksichtigt werden. Dividenden, Zinsen, Brokergebühren, Steuern, Inflation und weitere Haltedauerkosten können die tatsächliche Rendite erheblich beeinflussen.
- Verschiedene Berechnungsmethoden der Rendite helfen Anlegern, ein genaueres Bild der Portfolio-Performance zu erhalten. Während eine einfache Berechnung das nominale Wachstum zeigt, berücksichtigen umfassendere Ansätze auch Kosten und andere Faktoren, die den Nettogewinn reduzieren.
- Die Rendite verschiedener Anlageklassen sollte jeweils mit den passenden Faktoren berechnet werden. Bei Aktien können Dividenden und Gebühren eine Rolle spielen, bei Anleihen Zinszahlungen und Kursgewinne, und bei Immobilien etwa Unterhaltskosten, Steuern, Gebühren sowie Mieteinnahmen.
- Der Vorteil der Renditeberechnung liegt in ihrer Einfachheit und Vergleichbarkeit. Gleichzeitig gibt es aber auch Einschränkungen: Je nach Methode können Ergebnisse variieren, einzelne Kosten unberücksichtigt bleiben und die Rendite allein deckt nicht alle relevanten Faktoren für die Bewertung einer Anlage ab.
Im Kern investieren viele Menschen mit dem Ziel, einen Gewinn zu erzielen. Das kann geschehen, wenn der Wert einer Anlage im Laufe der Zeit steigt und/oder regelmässige Erträge generiert (zum Beispiel Zinsen, Dividenden oder Mieteinnahmen). Sinkt der Wert hingegen, entsteht ein Verlust. Doch wie lässt sich genau berechnen, wie hoch der Gewinn oder Verlust einer Anlage tatsächlich ist?
Hier kommt die sogenannte Rendite (Rate of Return, RoR) ins Spiel.
Dabei handelt es sich um eine einfache und weit verbreitete Kennzahl, mit der sich der prozentuale Gewinn oder Verlust einer Investition bestimmen lässt – zunächst ohne Berücksichtigung von Faktoren wie Gebühren, Steuern oder Inflation.
Darüber hinaus gibt es weiterführende Berechnungsmethoden, die ein vollständigeres Bild der wirtschaftlichen Entwicklung einer Anlage liefern. So kann beispielsweise die reale Rendite berechnet werden, um den tatsächlichen Wertzuwachs nach Abzug von Inflation zu ermitteln.
Wenn Sie wissen möchten, wie Sie diese Kennzahl gezielt nutzen können, um Ihr Portfolio im Blick zu behalten und fundierte Anlageentscheidungen zu treffen, lesen Sie weiter. Bitte beachten Sie jedoch: Anlagen sind mit Risiken verbunden. Sie können einen Teil, Ihr gesamtes eingesetztes Kapital oder sogar mehr verlieren.
Was genau ist die Rendite (Rate of Return)?
Die Rendite (RoR) zeigt, wie sich der Wert eines Vermögenswerts über einen bestimmten Zeitraum verändert hat. Sie lässt sich berechnen, sofern der Anfangswert, der Endwert sowie allfällige Zahlungsströme während der Haltedauer (zum Beispiel Dividenden oder Zinsen) bekannt sind.
In der einfachsten Form wird die Rendite berechnet, indem der aktuelle Wert eines Vermögenswerts mit seinem ursprünglichen Kaufpreis verglichen wird. So erhalten Sie einen prozentualen Wert, der zeigt, wie stark sich die Anlage seit dem Kauf entwickelt hat – positiv oder negativ.
Diese Prozentzahl macht den Gewinn oder Verlust einer Anlage sichtbar. Anleger nutzen die Rendite häufig, um die Performance ihres Portfolios zu überwachen oder verschiedene Investments miteinander zu vergleichen. Deshalb werden vor einer Investition oft erwartete Renditen verschiedener Anlageklassen betrachtet.
Solche Schätzungen sind jedoch nie garantiert. Sie basieren in der Regel auf aktuellen Marktbedingungen und Wachstumserwartungen für einen bestimmten Markt. Wer die Rendite versteht, kann die Entwicklung seines Portfolios besser verfolgen und gezielter Anlagen auswählen, die langfristig Potenzial bieten.
Wie sieht eine praktische Anwendung der Renditeformel aus?
Schauen wir uns eine einfache Beispielrechnung an. In diesem ersten Beispiel berücksichtigen wir bewusst keine Faktoren wie Dividenden, Gebühren oder Inflation, obwohl diese einen erheblichen Einfluss auf die tatsächliche Rendite haben können.
Angenommen, Sie haben im Jahr 2012 ein Gemälde für USD 10’000 gekauft. Heute möchten Sie es verkaufen und lassen den Wert schätzen. Aufgrund einer gestiegenen Nachfrage nach dem Künstler wird das Kunstwerk inzwischen auf USD 15’000 bewertet. Die einfache Rendite lässt sich dann wie folgt berechnen:
Rendite = ((aktueller Wert − ursprünglicher Wert) ÷ ursprünglicher Wert) × 100
Für dieses Beispiel ergibt sich: (15’000 − 10’000) ÷ 10’000 × 100 = eine Rendite von +50%.
Welche Arten von Renditeberechnungen gibt es?
Eine reine Preisveränderung liefert jedoch nicht immer ein vollständiges Bild. Es ist wichtig, auch Kosten und zusätzliche Erträge während der Haltedauer zu berücksichtigen, etwa Gebühren oder Dividenden. Dafür wird die Grundformel um weitere Faktoren erweitert.
Betrachten wir dazu ein weiteres Beispiel:
- Sie kaufen zu Beginn des letzten Jahres Aktien im Wert von USD 10’000.
- Am Jahresende beträgt der Wert dieser Aktien USD 14’000.
- Zusätzlich erhalten Sie im Laufe des Jahres eine Dividende von USD 500.
- Für den Kauf der Aktien haben Sie USD 150 an Gebühren bezahlt.
- Die Rendite ergibt sich aus Kursgewinn plus Dividenden minus Gebühren, geteilt durch den ursprünglichen Kaufpreis.
- Zunächst berechnen wir den Nettogewinn: 14’000 − 10’000 + 500 − 150 = USD 4’350.
- Anschliessend: Rendite = 4’350 ÷ 10’000 × 100 = 43,5%.
Das Ergebnis zeigt die gesamte Wertentwicklung Ihrer Anlage inklusive zusätzlicher Erträge und Kosten.
Nach dem gleichen Prinzip lässt sich auch die reale Rendite berechnen, bei der weitere Faktoren wie Inflation, Steuern oder zusätzliche Gebühren berücksichtigt werden. Für ein möglichst genaues Bild Ihrer Portfolio-Performance sollten Sie stets alle relevanten Kosten und Zahlungsströme einbeziehen.
Wie berechnet man die Rendite für verschiedene Anlageklassen?
Verschiedene Anlageklassen erzielen Erträge und Verluste auf unterschiedliche Weise. Deshalb ist es wichtig, die jeweiligen Faktoren zu kennen, die in die Berechnung der tatsächlichen Rendite einfliessen. Schauen wir uns einige typische Beispiele an.
Aktien
Wie bereits gezeigt, sollten bei der Renditeberechnung von Aktien neben der Kursentwicklung auch Dividenden und Brokergebühren berücksichtigt werden. Alle diese Faktoren müssen über die gesamte Haltedauer hinweg einbezogen werden, damit klar ersichtlich ist, wie sich die Anlage vom Kauf bis zum Verkauf entwickelt hat.
Anleihen
Die Berechnung der Rendite bei Anleihen unterscheidet sich leicht, da Anleihen regelmässig Zinsen auszahlen – ähnlich wie Dividenden bei Aktien.
Angenommen, Sie kaufen Anleihen im Wert von USD 500 mit einem Zinssatz von 5%. Das entspricht jährlichen Zinserträgen von USD 25.
Wenn Sie die Anleihe später für USD 600 verkaufen, ergibt sich ein Kursgewinn von USD 100 plus USD 25 Zinserträge. Der Gesamtgewinn beträgt somit USD 125. Daraus ergibt sich eine Rendite von 25%.
Immobilien
Bei Immobilien ist die Berechnung komplexer, da zahlreiche Kosten berücksichtigt werden müssen – etwa Unterhalt, Steuern oder Nebenkosten. Wenn Sie eine Immobilie kaufen, um sie später zu verkaufen, müssen Sie den ursprünglichen Kaufpreis sowie den aktuellen Marktwert ermitteln.
Vor der Renditeberechnung sollten sämtliche Kosten, die im Laufe der Zeit angefallen sind, abgezogen werden. Falls zusätzliche Einnahmen wie Miete erzielt wurden, können diese – ähnlich wie Dividenden bei Aktien – in die Berechnung einbezogen werden.
Welche Vorteile hat die Verwendung der Renditeberechnung?
- Schnell und einfach zu berechnen
- Ermöglicht den Vergleich von Renditen und Kosten verschiedener Anlagen
- Kann für weitere Kennzahlen genutzt werden, etwa zur Bewertung von Verwaltungskosten
- Hilfreich für buchhalterische Zwecke
Welche Nachteile hat die Renditeberechnung?
- Schwierige Abgrenzung von Erträgen und Kosten (z. B. werden Steuern nicht immer berücksichtigt)
- Unterschiedliche Berechnungsmethoden bei Anbietern erschweren die Vergleichbarkeit
- Die Rendite ist nicht das einzige Kriterium zur Bewertung einer Anlage (z. B. Stabilität oder Nachhaltigkeit)
Wie können Sie die Rendite nutzen, um Ihr Portfolio heute aufzubauen?
Das Verständnis der Renditeberechnung ist eine wichtige Grundlage, um Ihr Portfolio gezielt zu steuern. Bei Saxo haben Sie Zugang zu Tausenden von Anlageinstrumenten, mit denen Sie ein Portfolio zusammenstellen können, das zu Ihren Zielen passt.