Outrageous Predictions
Die Grüne Revolution der Schweiz: 30 Milliarden Franken-Initiative bis 2050
Katrin Wagner
Head of Investment Content Switzerland
Investment and Options Strategist
Summary: With Novo Nordisk, Alphabet and Amazon reporting in the same week, options markets are already pricing in defined post-earnings ranges. This article explores how expected moves, open-interest positioning and scenario analysis can help frame upside, downside and range-bound outcomes without relying on earnings forecasts.
Die Woche vom 2.–6. Februar bringt drei Earnings-Veröffentlichungen, die an der Schnittstelle von Fundamentaldaten und Volatilität liegen: Novo Nordisk, Alphabet und Amazon. Jede steht für einen anderen Markttreiber, aber sie teilen ein zentrales Merkmal: Earnings sind ein Volatilitätsereignis.
Marktteilnehmer konzentrieren sich dabei weniger darauf, die Schlagzahlen vorherzusagen, sondern vielmehr darauf, wie stark eine Bewegung vom Markt bereits eingepreist ist, wo sich die Positionierung im Optionsmarkt konzentriert und wie sich der Kurs verhält, sobald Ergebnisse und Ausblick veröffentlicht sind. Der folgende Rahmen eignet sich sowohl vor den Earnings (um Erwartungen und Risiken einzuordnen) als auch nach den Earnings (um die realisierte Bewegung damit zu vergleichen, was eingepreist war).
Die meisten Earnings-Setups lassen sich anhand von drei Kernelementen beschreiben.
Mit diesen Inputs lassen sich Earnings-Resultate häufig in drei Szenarien beschreiben: ein Ausbruch nach oben, ein Ausbruch nach unten oder ein neutrales Ergebnis, bei dem der Kurs innerhalb der implizierten Range bleibt und die implizite Volatilität nach dem Bericht komprimiert.
Für Leserinnen und Leser, die neu im Optionshandel sind, liegt der Fokus meist auf begrenztem Risiko und einfacher Umsetzung – besonders bei ereignisgetriebener Volatilität.
Spotpreis zum Zeitpunkt der Erstellung (ADR, USD): rund USD 58.7
In den 6.-Februar-Verfall preisen Optionen eine erwartete Bewegung von rund ±6.8% ein, was eine Post-Earnings-Range von ungefähr USD 55 bis USD 63 um den aktuellen Spotpreis impliziert. Die implizite Volatilität in den Earnings-Week-Optionen liegt deutlich über jener im März, was auf eine klare Earnings-Volatilitätsprämie hinweist, die sich voraussichtlich zurücksetzt, sobald die Ergebnisse veröffentlicht sind.
Das Open Interest konzentriert sich auf der Oberseite beim USD-65-Call und auf der Unterseite beim USD-54-Put. Diese Strikes zeigen, wo die Positionierung am stärksten ist, und dürften in den Sitzungen nach den Earnings als Referenzniveaus dienen.
Spotpreis zum Zeitpunkt der Erstellung: rund USD 339
Optionen implizieren eine Bewegung von rund ±5.3%, was einer Post-Earnings-Range von etwa USD 321 bis USD 356 um den aktuellen Preis entspricht. Die implizite Volatilität der Earnings-Week liegt deutlich über dem März-Niveau. Dies spiegelt die Sensitivität gegenüber Werbetrends, Cloud-Performance und zukunftsorientierten Investitionskommentaren wider. Damit entsteht die Basis für Volatilitätskompression, sofern die Ergebnisse nicht deutlich überraschen.
Das grösste Call-Open-Interest konzentriert sich bei USD 360, während ein hohes Put-Open-Interest im Bereich von USD 325 liegt. Diese Strikes markieren die wichtigsten Entscheidungsniveaus nach den Earnings.
Beispielhafte Strategie-Strukturen
Spotpreis zum Zeitpunkt der Erstellung: rund USD 243
Für den 6.-Februar-Verfall preist der Optionsmarkt eine Bewegung von etwa ±6.4% ein, was einer Range von ungefähr USD 226 bis USD 257 um den Spotpreis entspricht. Die Earnings-Volatilitätsprämie ist die steilste der drei Titel und zeigt, wie sensibel Amazon auf Repricing nach den Earnings reagiert und wie schnell sich die implizite Volatilität nach dem Bericht zurücksetzen kann.
Das Open Interest konzentriert sich auf der Oberseite beim USD‑250‑Call und auf der Unterseite beim USD‑230‑Put. Diese Strikes fungieren als wichtige Referenzniveaus für die Preisaktion nach den Earnings.
In dieser Herangehensweise geht es bei Earnings weniger um Vorhersage und mehr um Vorbereitung, wodurch ein einzelner Datenpunkt zu einem strukturierten Ansatz für Risiko und Positionierung wird.
Zusammen zeigen diese drei Earnings‑Ereignisse denselben grundlegenden Punkt: Das Marktpricing enthält bereits eine erwartete Range, und die Frage nach der Veröffentlichung ist, ob der Kurs diese Range verlässt oder innerhalb bleibt. Die Verwendung der implizierten Bewegung, der Open‑Interest‑Referenzstrikes und von Optionsstrukturen mit definiertem Risiko bietet eine gemeinsame Sprache, die konsistente Szenarioplanung über sehr unterschiedliche Unternehmen hinweg ermöglicht und gleichzeitig klare Risikogrenzen setzt, falls der Markt gapt.
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