Reduzieren Sie Verluste und steigern Sie Ihre Gewinne

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Saxo Group

Summary:  Für viele Trader, insbesondere bei Anfängern, stellt ein schlechter Positionsumfang oftmals die Hauptursache für eine schlechte Trading-Performance dar. Durch die mathematische Berechnung eines angemessenen Positionsumfangs für den Handel sind Sie in der Lage, das Risiko besser zu kontrollieren und die Rendite für das eingegangene Risiko zu maximieren.


Was ist der Positionsumfang und warum sollte er angewendet werden? 

Der Positionsumfang bezieht sich auf die ideale Anzahl von Einheiten, die unter Berücksichtigung Ihres 1) Kontorisikos und 2) Handelsrisikos in ein Wertpapier investiert werden. Während viele Trader die Orderumfänge willkürlich festlegen, hilft Ihnen die Berechnung des richtigen Positionsumfangs, das Verlustrisiko zu kontrollieren, falls Ihre Entscheidung negativ ausfällt, und die Gewinne zu optimieren, wenn Ihre Handelsidee erfolgreich ist. Trader sollten ihren idealen Positionsumfang mit einer informierten und strategischen Methodik berechnen – und sich bei der Entscheidungsfindung nicht von ihrem Bauchgefühl beeinflussen lassen.

So berechnen Sie Ihren idealen Positionsumfang  

Kontorisiko

Der erste Schritt zum Anwenden des angemessenen Positionsumfangs ist das Bestimmen Ihres Kontorisikos. Dieses wird typischerweise als Prozentsatz Ihres gesamten Kontowerts (Barmittel + Anlagevermögen) ausgedrückt. Eine Faustregel unter Einzelhändlern ist, nicht mehr als 2% Ihres Kontowertes einzusetzen, d. h. Sie setzen nie mehr als 2% Ihres Kontowertes aufs Spiel.

Wenn Sie beispielsweise einen Kontowert von 100‘000 USD (80‘000 USD in Bar und 20‘000 USD in Wertpapieren) haben, sollten Sie bei jedem Handel nicht mehr als 2‘000 USD riskieren. 

Der Vorteil der Anwendung der 2%-Regel liegt darin, dass Sie, wenn Sie sich streng daran halten, Dutzende von aufeinanderfolgenden 2%-Verlust-Trades machen müssten, um das Geld auf Ihrem Konto zu verlieren.

Beachten Sie jedoch, dass die 2%-Regel nur eine Methode ist, um Ihr Kontorisiko zu bestimmen. Sie sollten einen Prozentsatz wählen, mit dem Sie sich wohlfühlen, wie beispielsweise 1%. Hier können Sie mehr darüber erfahren, wie Sie Ihr Kontorisiko mithilfe der 2%-Regel bestimmen.

Handelsrisiko  


Nach dem Bestimmen des Kontorisikos müssen Sie festlegen, wo Sie Ihre Stop-Loss-Order für den gewählten Handel festsetzten. Wenn Sie mit Aktien handeln, ist das Handelsrisiko der Abstand zwischen dem Eingangskurs und dem Stop-Loss-Kurs.  

Wenn Sie beispielsweise planen, Microsoft zu 250 USD zu kaufen und eine Stop-Loss-Order bei 230 USD setzen, dann beträgt Ihr Handelsrisiko 20 USD pro Aktie. 

Eine Art, die Stop-Loss-Niveaus zu bestimmen, ist der Einsatz der Average-True-Range-Methode, über die Sie hier mehr erfahren können.

Idealer Positionsumfang 

Der ideale Positionsumfang pro Handel wird durch Teilen des Kontorisikos durch das Handelsvolumen berechnet. In unserem Microsoft-Beispiel wäre dies 2‘000 USD/20 USD = 100. Mit anderen Worten: Anhand Ihres Kontowertes und Ihres Stop-Loss-Niveaus können Sie 100 Microsoft-Aktien kaufen, um sicherzustellen, dass Sie nicht mehr als 2% Ihres Gesamtkapitals verlieren.  

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