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Jacob Falkencrone
Global Head of Investment Strategy
Saxo Group
Wer seine Anlagen nur auf eine Anlageklasse konzentriert, setzt sein Portfolio oft einem unnötig hohem Risiko aus. Anlagen diversifizieren über verschiedene Anlageklassen verteilt Investitionen auf Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe oder andere Vermögenswerte und ändert genau das.
Jede Anlageklasse verhält sich bei wirtschaftlichen Veränderungen unterschiedlich, und das hilft Anlegern, die Portfolioperformance auszugleichen und die Volatilität zu reduzieren. Dadurch kann diese Strategie für mehr Stabilität sorgen und dem Portfolio erlauben, über die Zeit gleichmässiger zu wachsen.
Anlagen über Anlageklassen zu diversifizieren bedeutet, in eine Mischung von Vermögenswerten zu investieren, wie Aktien, Anleihen, Immobilien und Rohstoffe, anstatt sich nur auf eine einzige Kategorie zu konzentrieren. Dieser Ansatz kann das Risiko mindern, indem die Exponierung auf Kategorien verteilt wird, die sich unter denselben wirtschaftlichen Bedingungen häufig unterschiedlich verhalten.
Zum Beispiel neigen Aktien dazu, in Phasen wirtschaftlichen Wachstums gut zu performen, während Anleihen in Abschwüngen mehr Stabilität bieten können. Auch Rohstoffe wie Gold fungieren oft als Absicherung in Zeiten erhöhter Inflation. Diese Unterschiede im Verhalten bedeuten, dass die Kombination verschiedener Anlageklassen die Performance Ihres Portfolios ausgleichen und die Gesamtvolatilität reduzieren kann.
Diese Form der Diversifikation adressiert Risiken, die für einzelne Anlageklassen spezifisch sind, wie Sektor- oder Kreditrisiken. Systematische Risiken, etwa jene, die aus einer globalen Finanzkrise entstehen, lassen sich damit jedoch nicht vollständig beseitigen, wohl aber in ihrer Wirkung abschwächen.
Diversifizierte Portfolios bestehen aus mehreren Anlageklassen, die jeweils eigene Eigenschaften haben und so zur Risikosteuerung und Renditeoptimierung beitragen:
Aktien stehen für Eigentum an Unternehmen und bieten erhebliches Wachstumspotenzial. In wirtschaftlichen Aufschwüngen steigen sie tendenziell, sind kurzfristig aber stärker schwankungsanfällig – beeinflusst durch Marktstimmung, Konjunkturtrends und Unternehmenskennzahlen. Langfristig übertreffen Aktienrenditen oft andere Anlageklassen und sind damit ein zentraler Wachstumstreiber für geduldige Anleger.
Anleihen liefern Erträge und Stabilität und wirken oft als Gegengewicht zu Aktienmarktrückgängen. Staatsanleihen gelten als sicherer, bringen dafür jedoch meist niedrigere Renditen als Unternehmensanleihen. Hochwertige Anleihen reduzieren das Gesamtrisiko im Portfolio und bieten planbare Zahlungsströme, besonders in Phasen wirtschaftlicher Unsicherheit.
Rohstoffe wie Gold, Erdöl und Agrargüter bieten Diversifikation, da sie sich gegenüber makroökonomischen Bedingungen anders verhalten als Aktien und Anleihen. Gold ist besonders in Zeiten von Inflation oder Marktunsicherheit geschätzt, während Energierohstoffe in Phasen der wirtschaftlichen Erholung profitieren können.
Immobilien kombinieren Ertragsgenerierung mit langfristiger Wertsteigerung. Direkte Immobilieninvestitionen oder indirekte Beteiligungen über Real Estate Investment Trusts (REITs) ermöglichen Anlegern den Zugang zu dieser Anlageklasse. Mit einer geringen Korrelation zu Aktien verbessern Immobilien die Portfolio-Diversifikation und bieten einen Inflationsschutz.
Bargeld, Sparkonten und Geldmarkttitel bieten Liquidität und Sicherheit. Obwohl ihre Renditen moderat sind, erhalten diese Anlagen Kapital und dienen als finanzielles Polster in Phasen von Marktinstabilität.
Ein Portfolio aufzubauen, das die Auf- und Abschwünge der Märkte aushält, erfordert mehr als nur die Auswahl einzelner starker Investments. Die Diversifikation von Anlageportfolios über verschiedene Anlageklassen hinweg fügt eine zusätzliche Schutzschicht hinzu.
Hier sind einige zentrale Vorteile, wenn Sie Anlagen diversifizieren:
Strategien zur Asset Allocation können je nach Anlegerprofil variieren. Die folgenden Beispiele zeigen, wie Portfolios für unterschiedliche Ziele strukturiert werden können, ohne die Diversifikation über Anlageklassen zu vernachlässigen:
Dieses Portfolio legt den Fokus auf Stabilität und Kapitalerhalt und eignet sich besonders für risikoaverse Anleger oder Personen kurz vor dem Ruhestand.
Ein ausgewogener Ansatz bietet moderates Wachstum bei gleichzeitigem Schutz und eignet sich für Anleger mit mittlerer Risikobereitschaft und längerem Anlagehorizont.
Diese Strategie zielt auf maximale langfristige Rendite ab und passt für Anleger, die höhere Risiken tragen können.
Jedes dieser Portfolios zeigt, wie die Diversifikation über Anlageklassen hinweg eine Bandbreite an finanziellen Zielen unterstützen kann, während Wachstum und Risiko ins Gleichgewicht gebracht werden.
Ein diversifiziertes Portfolio über verschiedene Anlageklassen aufzubauen, beginnt damit, Ihre finanziellen Ziele, Ihre Risikotoleranz und Ihren Anlagehorizont zu verstehen. Diese Faktoren bestimmen, wie Sie Ihr Kapital zwischen den verschiedenen Kategorien aufteilen, um das richtige Gleichgewicht zwischen Wachstum und Stabilität zu finden.
Hier ist ein einfacher 3‑Schritte‑Fahrplan:
Beginnen Sie damit, Ihre finanziellen Ziele zu definieren. Streben Sie laufende Erträge, Kapitalerhalt oder ein langfristiges Wachstum an? Wenn Sie Ihre Ziele kennen, lässt sich besser bestimmen, welches Risiko Sie eingehen können. Zum Beispiel hat ein jüngerer Anleger, der gerade erst beginnt, oft andere Ziele als jemand, der sich dem Ruhestand nähert.
Unterschiedliche Anleger haben unterschiedliche Bedürfnisse, daher sollten die gewählten Anlageklassen Ihre persönliche Situation widerspiegeln. Wie bereits beschrieben, bieten Aktien Wachstumspotenzial, Anleihen Stabilität, und Immobilien oder Rohstoffe können als Absicherung gegen Inflation oder Volatilität dienen. Eine Mischung dieser Klassen kann Ihr Portfolio in wechselnden Marktphasen ausbalancieren.
Teilen Sie Ihre Investitionen in prozentuale Anteile auf, die zu Ihren Zielen passen. Zum Beispiel:
Die Wirksamkeit der Diversifikation über Anlageklassen hängt davon ab, wie sich diese Vermögenswerte zueinander verhalten. Korrelation misst die Beziehung zwischen den Preisbewegungen zweier Anlagen und zeigt, ob sie dazu neigen, sich in dieselbe Richtung oder in entgegengesetzte Richtungen zu bewegen.
Korrelation wird als Zahl zwischen -1,0 und +1,0 ausgedrückt:
Um das Gesamtrisiko des Portfolios zu verringern, ist es wichtig, Anlagen mit niedriger oder negativer Korrelation aufzunehmen.
Hier sind gängige Beispiele für Korrelationen zwischen Anlageklassen:
Obwohl die Diversifikation über Anlageklassen Risiken reduziert und die Stabilität des Portfolios verbessert, gibt es spezifische Herausforderungen, die Anleger beachten sollten:
Beziehungen zwischen Anlageklassen sind nicht konstant. Aktien und Anleihen, die historisch oft negativ korreliert waren, können sich etwa bei steigender Inflation oder extremem Marktstress angleichen. Auf solche Veränderungen sollten Sie reagieren, indem Sie Ihr Portfolio regelmässig überwachen und Instrumente wie rollierende Korrelationsanalysen nutzen.
Diversifikation kann Portfolios nicht vor globalen Rezessionen, geopolitischen Schocks oder breit angelegten Marktrückgängen schützen. Solche Risiken erfordern ergänzende Strategien, wie Absicherung oder taktische Asset-Allocation, um ihre Auswirkungen zu mildern.
Zu viele Positionen oder zu viele ähnliche Investments können die Exponierung zu stark streuen und die Fähigkeit des Portfolios reduzieren, von gut performenden Segmenten zu profitieren. Das richtige Mass an Diversifikation ist entscheidend, um Wachstumspotenzial zu erhalten.
Ein diversifiziertes Portfolio, insbesondere mit alternativen Anlagen, kann Transaktionskosten und administrative Komplexität erhöhen. Diese Kosten sind gegen den Nutzen abzuwägen, damit sie die Rendite nicht übermässig schmälern.
Im Lauf der Zeit kann die Performance verschiedener Anlageklassen dazu führen, dass das Portfolio von der ursprünglichen Zielallokation abweicht. Wenn Aktien zum Beispiel kräftig steigen, können sie einen grösseren Anteil des Portfolios einnehmen als vorgesehen und somit das Risiko erhöhen. Rebalancing stellt sicher, dass das Portfolio seine beabsichtigte Struktur und sein Risikoprofil beibehält.
Es gibt mehrere Methoden zum Rebalancing eines Portfolios:
Häufiges Rebalancing kann höhere Transaktionskosten oder steuerliche Belastungen verursachen, vor allem in steuerpflichtigen Konten. Anleger können diese Kosten reduzieren, indem sie steuerlich vorteilhafte Konten für Anpassungen nutzen. Klare Schwellenwerte festzulegen — zum Beispiel nur dann umzuschichten, wenn eine Anlageklasse um mehr als 5 % vom Ziel abweicht — kann unnötigen Handel minimieren.
Die Diversifikation über Anlageklassen ist ein wesentlicher Baustein, um ein widerstandsfähiges Portfolio aufzubauen, das Risiko und Wachstum ins Gleichgewicht bringt. Durch die Kombination verschiedener Kategorien wie Aktien, Anleihen, Immobilien oder Rohstoffe lassen sich die Auswirkungen von Marktschwankungen mindern und langfristig konstantere Renditen erzielen.
Diversifikation ist jedoch kein „einmal einstellen und vergessen“-Ansatz. Sie sollten Ihr Portfolio regelmässig überwachen, um sicherzustellen, dass die Allokation weiterhin mit Ihren finanziellen Zielen übereinstimmt. Dazu gehört Rebalancing, um auf Veränderungen in der Asset-Performance zu reagieren, und die Anpassung an sich verändernde Marktbedingungen.