Outrageous Predictions
Die Grüne Revolution der Schweiz: 30 Milliarden Franken-Initiative bis 2050
Katrin Wagner
Head of Investment Content Switzerland
Saxo Group
Obligationen wirken auf den ersten Blick vielleicht komplex, sind aber eigentlich eine der unkompliziertesten Anlageformen. Sie bieten eine verlässliche Möglichkeit, regelmässiges Einkommen zu erzielen, und helfen, das Risiko in einem Portfolio auszugleichen — besonders wenn die Märkte unruhig werden. Wenn Ihnen das anfangs etwas schwierig erscheint: keine Sorge. Wie bei jedem Finanzthema werden Obligationen mit zunehmendem Verständnis klarer.
Lassen Sie uns also anschauen, was Obligationen sind, wie sie funktionieren und welchen Beitrag sie zu einer ausgewogenen Finanzstrategie leisten können.
Obligationen sind festverzinsliche Wertpapiere und funktionieren wie ein Darlehen, das ein Anleger an einen Schuldner gewährt — typischerweise an ein Unternehmen oder an den Staat. Wenn Sie eine Obligation kaufen, leihen Sie dem Emittenten Geld und erhalten im Gegenzug regelmässige Zinszahlungen sowie bei Fälligkeit die Rückzahlung des Nominalbetrags (Prinzipal).
Wenn ein Staat, ein Unternehmen oder eine Gemeinde eine Obligation begibt, verpflichtet er sich, den geliehenen Betrag zu einem bestimmten Zeitpunkt zurückzuzahlen und dem Obligationär periodisch Zinsen zu leisten. Im Gegensatz zu Aktien, die Eigentumsrechte an einem Unternehmen darstellen, sind Obligationen eine Form von Fremdkapital.
Das bedeutet, Obligationäre sind Gläubiger des Emittenten und haben im Liquidationsfall gegenüber Aktionären einen vorrangigen Anspruch auf Vermögenswerte.
Beispielsweise: Wenn Sie eine Staatsobligation mit einem Nominalwert von CHF 1'000, einer Kuponrate von 5 % und einer Laufzeit von 10 Jahren kaufen, erhalten Sie jährlich CHF 50 (oder halbjährlich CHF 25) für 10 Jahre, und am Ende der Laufzeit wird Ihnen der Nominalbetrag von CHF 1'000 zurückgezahlt.
Obligationen gibt es in verschiedenen Ausprägungen, jede mit eigenen Merkmalen, Risikoniveaus und Vorteilen. Anleger, die diese Unterschiede kennen, können fundiertere Anlageentscheidungen treffen:
Von Nationalstaaten begebene Staatsobligationen sind in der Regel niedrig bewertet. Beispiele sind US-Treasuries oder Staatsanleihen anderer Länder — in der Schweiz etwa Bundesobligationen. Sie bieten Sicherheit und stabile Erträge und sind daher bei risikoaversen Anlegern beliebt.
Diese werden von Gemeinden oder Kantonen zur Finanzierung öffentlicher Projekte herausgegeben. In einigen Ländern sind die Zinszahlungen steuerlich begünstigt; das hängt vom jeweiligen Steuerrecht ab. Unterschieden wird etwa zwischen durch Steuereinnahmen gedeckten Anleihen (general obligation) und projektbezogenen Rückzahlungen (revenue bonds).
Immer mehr Unternehmen geben Obligationen aus, um Kapital zu beschaffen. Unternehmensobligationen bieten in der Regel höhere Renditen als Staatsobligationen, da sie ein höheres Risiko tragen. Anleihen von finanziell stabilen Firmen gelten als Investment-Grade, während High-Yield- oder "Junk"-Bonds riskanter, aber ertragsstärker sind.
Diese Obligationen werden von staatsnahen Institutionen ausgegeben. Sie gelten als vergleichsweise sicher, sind aber nicht immer vollständig staatlich garantiert. Solche Emissionen unterstützen oft Projekte wie sozialen Wohnungsbau und sind für konservative Anleger eine stabile Option.
Diese niedrig riskanten Obligationen richten sich an Privatanleger. In einigen Ländern gibt es spezielle Serien (z. B. Series EE und Series I in den USA), die entweder mit Rabatt gekauft werden oder inflationsbereinigt sind.
Diese Obligationen werden mit einem Abschlag ausgegeben und zahlen keine laufenden Zinsen. Sie werden zum Nennwert zurückgezahlt; die Differenz zwischen Kaufpreis und Rückzahlung stellt die Rendite dar. Sie eignen sich für langfristig orientierte Anleger, die eine einmalige Auszahlung bevorzugen.
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