Wie man das Forex‑Paar EUR/USD handelt

Wie man das Forex‑Paar EUR/USD handelt

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • EUR/USD-Forex-Trading bedeutet, auf den Wert des Euro gegenüber dem US-Dollar zu setzen. Dabei ist EUR die Basiswährung und USD die Kurswährung. In der Praxis zeigt der angezeigte Kurs, wie viele US-Dollar benötigt werden, um einen Euro zu kaufen.
  • Was ist Forex-Trading? Dabei wird am Devisenmarkt eine Währung gegen eine andere getauscht. Währungen werden immer paarweise gehandelt und nicht einzeln. Deshalb zeigt das Forex-Paar EUR/USD die relative Stärke zweier Währungen – nicht den isolierten Wert einer einzelnen Währung.
  • Was sind Währungspaare? Das Verständnis von Basis- und Kurswährung ist entscheidend, da es beeinflusst, wie Kurse, Gewinne und Verluste interpretiert werden. Bei EUR/USD bedeutet ein steigender Kurs, dass der Euro gegenüber dem US-Dollar stärker wird. Ein fallender Kurs bedeutet, dass der Euro gegenüber dem US-Dollar schwächer wird.
  • Kauf- und Verkaufskurse sind wichtig, da Broker zwei Kurse anzeigen. Die Differenz zwischen diesen beiden Kursen ist der Spread, der häufig in Pips gemessen wird. Eine Buy-Position bedeutet, dass Sie erwarten, dass EUR/USD steigt. Eine Sell-Position bedeutet, dass Sie erwarten, dass EUR/USD fällt.
  • Warum ist das Forex-Paar EUR/USD wichtig, und welche Risiken gibt es beim Handel mit EUR/USD? Es gehört zu den meistgehandelten Major-Währungspaaren und wird unter anderem von den Zinssätzen der Europäischen Zentralbank und der Federal Reserve beeinflusst. Seine Liquidität beseitigt jedoch kein Risiko: Volatilität, Hebel und Margin können Verluste schnell vergrössern. Stop-Loss-Orders können beim Risikomanagement helfen, indem sie Verluste begrenzen, schliessen die Möglichkeit von Verlusten aber nicht aus.

Ein Leitfaden zum Handel mit EUR/USD

EUR/USD ist das Währungspaar aus Euro (verwendet von den Ländern des Euroraums) und US-Dollar. Der Euro ist dabei die Basiswährung, der US-Dollar die Kurswährung. Falls Sie mit Basis- und Kurswährungen noch nicht vertraut sind: Die Kurswährung zeigt an, wie viel davon benötigt wird, um eine Einheit der Basiswährung zu kaufen.

Wie handelt man den Euro und den US-Dollar? Indem Sie über eine Forex-Handelsplattform eine Position im Währungspaar EUR/USD eröffnen. In diesem Leitfaden erklären wir die Grundlagen des Forex-Tradings, wie Währungspaare funktionieren und was Sie wissen sollten, bevor Sie mit dem Handel des Forex-Paars EUR/USD beginnen.

Forex-Trading ist mit erheblichen Risiken verbunden. Beim Handel auf Margin oder mit Hebel können Verluste Ihre ursprüngliche Einzahlung übersteigen. Forex-Trading ist nicht für alle Anleger geeignet.

Was ist Forex-Trading?

Forex steht für Foreign Exchange, also den Devisenhandel. Daraus lässt sich bereits ableiten, worum es beim Forex-Trading geht: Am Devisenmarkt werden globale Währungen wie der Euro und der US-Dollar gehandelt. Damit dieser Austausch möglich ist, werden Währungen in Paaren dargestellt. Wenn Sie Forex handeln, handeln Sie also den Wert einer Währung im Verhältnis zu einer anderen.

Viele Menschen haben bereits eine Form von Devisentausch genutzt, auch wenn sie noch nie aktiv gehandelt haben. Zum Beispiel beim Reisen ins Ausland: Wenn Sie Ihre heimische Währung in die Währung Ihres Reiseziels umtauschen, handelt es sich ebenfalls um eine Form des Devisentauschs. Sie verwenden Ihre Währung, um eine andere zu kaufen.

Die Fremdwährung, die Sie kaufen, hat einen Preis, der schwankt. Das bedeutet, dass Sie zu einem bestimmten Zeitpunkt nur so viel davon kaufen können, wie Ihre eigene Währung gerade erlaubt. Genau nach diesem Prinzip funktioniert auch Forex-Trading: Kurse entstehen durch den Vergleich einer Währung mit einer anderen.

Was sind Währungspaare?

Forex-Trading bedeutet, eine Währung zu einem bestimmten Kurs gegen eine andere zu tauschen. Dieser Austausch findet immer über Währungspaare statt. Solche Paare vergleichen den Wert der Basiswährung mit dem Wert der Kurswährung.

Bei einem Währungspaar steht die Basiswährung immer an erster Stelle, also links vom Schrägstrich. Die Kurswährung steht an zweiter Stelle, also rechts vom Schrägstrich.

Beim Paar EUR/USD ist EUR somit die Basiswährung und USD die Kurswährung. Warum ist es wichtig zu wissen, welche Währung die Basis- und welche die Kurswährung ist?

Weil genau dadurch der Wert des Währungspaares bestimmt wird. Die Logik eines Währungspaares ist einfach: Der Kurs zeigt, wie viel von der Kurswährung benötigt wird, um eine Einheit der Basiswährung zu kaufen. Schauen wir uns dazu ein Beispiel an.

Angenommen, der Kurs von EUR/USD liegt bei 1.3000. Das bedeutet, dass Sie EUR 1 gegen USD 1.3000 tauschen können – oder anders gesagt: Es werden USD 1.3000 benötigt, um EUR 1 zu kaufen.

Um das noch einfacher zu machen, lassen wir die Dezimalstellen weg. Wenn der EUR/USD-Kurs bei 1.3000 liegt, können wir dies mit 100 multiplizieren und sagen: Sie benötigen USD 130, um EUR 100 zu kaufen. Ob Sie den Kurs lieber in Dezimalzahlen oder in ganzen Zahlen betrachten, bleibt Ihnen überlassen. Entscheidend ist: Der angezeigte Kurs gibt an, wie viel von der Kurswährung nötig ist, um eine Einheit der Basiswährung zu kaufen.

Kauf- und Verkaufskurs

Etwas komplexer wird es dadurch, dass Forex-Broker zwei Kurse anzeigen: den Kaufkurs und den Verkaufskurs. Der Kaufkurs ist der Kurs, zu dem Sie ein Währungspaar kaufen können, also eine Long-Position eröffnen. Der Verkaufskurs ist der Kurs, zu dem Sie ein Währungspaar verkaufen können, also eine Short-Position eröffnen.

Zwischen diesen beiden Kursen besteht eine kleine Differenz. Diese Differenz wird als „Spread“ bezeichnet. Je nach Konto- und Preismodell können Handelskosten im Spread und/oder in Kommissionen bzw. Gebühren enthalten sein. Spreads werden in Pips gemessen. Pip steht für „Point in Percentage“ und bezeichnet in der Regel die standardisierte kleinste Kursbewegung eines Währungspaares – bei vielen wichtigen Paaren häufig die vierte Dezimalstelle.

Als Trader müssen Sie einschätzen, ob der Kurs eines Währungspaares steigen oder fallen wird. Auf dieser Grundlage eröffnen Sie entweder eine Buy-Position oder eine Sell-Position.

Buy-Position: Wenn Sie davon ausgehen, dass die Basiswährung gegenüber der Kurswährung an Wert gewinnt, eröffnen Sie eine Buy-Position. Bei EUR/USD bedeutet eine Buy-Position, dass Sie erwarten, dass der Euro gegenüber dem US-Dollar stärker wird – oder dass der US-Dollar gegenüber dem Euro schwächer wird. Anders ausgedrückt: Sie gehen davon aus, dass EUR bullish und USD bearish ist.

Sell-Position: Wenn Sie davon ausgehen, dass die Basiswährung gegenüber der Kurswährung an Wert verliert, eröffnen Sie eine Sell-Position. Bei EUR/USD bedeutet eine Sell-Position, dass Sie erwarten, dass der Euro gegenüber dem US-Dollar schwächer wird – oder dass der US-Dollar gegenüber dem Euro stärker wird. Anders ausgedrückt: Sie gehen davon aus, dass EUR bearish und USD bullish ist.

Wichtige Währungspaare

Es gibt wichtige Währungspaare wie EUR/USD, daneben Minor-Währungspaare und exotische Paare. Forex gehört zu den liquidesten Märkten der Welt, was bedeutet, dass die wichtigsten Paare viel Handelsaktivität auf sich ziehen. Dadurch gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Positionen zu kaufen oder zu verkaufen. Zu den wichtigsten Paaren zählen:

  • EUR/USD
  • USD/JPY
  • GBP/USD
  • USD/CHF
  • AUD/USD
  • USD/CAD

Warum ist das Forex-Paar EUR/USD wichtig?

EUR/USD ist das meistgehandelte Forex-Paar der Welt. Das liegt vor allem daran, dass hier zwei der grössten westlichen Wirtschaftsräume gegeneinander gehandelt werden. Einer der wichtigsten Unterschiede zwischen dem Wert des Euro und des US-Dollars sind die jeweiligen Zinssätze. Die von der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Federal Reserve festgelegten Zinsen können eine wichtige Rolle spielen. Gleichzeitig können Entwicklungen in EU-Ländern, etwa frühere Schuldenkrisen in Italien und Griechenland, EUR/USD deutlich belasten und schwächen, während der US-Dollar gegenüber dem Euro schnell an Stärke gewinnen kann.

Die Risiken beim Handel mit EUR/USD

Der Handel mit Finanzinstrumenten ist immer mit Risiken verbunden. Forex kann volatil sein. Da Kursbewegungen in Pips gemessen werden, können selbst kleinste Veränderungen Auswirkungen auf Ihren Trade haben. Das verstehen Einsteiger nicht immer sofort, da Wechselkurse im Alltag leicht mit den Bewegungen am Forex-Markt verwechselt werden können.

Wenn Sie zu einer Wechselstube gehen und sich den EUR/USD-Wechselkurs ansehen, sehen Sie in der Regel nur zwei Nachkommastellen, weil Geldbeträge im Alltag meist so dargestellt werden. An einem Tag erhalten Sie vielleicht 1.35 USD für 1 EUR. Am nächsten Tag erhalten Sie möglicherweise 1.36 USD für 1 EUR. Das wirkt nicht wie eine grosse Bewegung – und in vielerlei Hinsicht ist es das auch nicht.

Im Forex-Handel ist das anders, weil mehr Nachkommastellen berücksichtigt werden. Genau diese kleinen Bewegungen machen Forex-Trading zu einer volatilen Aktivität. Wenn Sie also die Risiken von EUR/USD einschätzen, sollten Sie berücksichtigen, wie stark und wie häufig sich der Kurs verändern kann.

Hebel nicht vergessen

Ein weiteres Risiko beim Handel mit EUR/USD ist der Einsatz von Hebel. Forex-Paare werden in Lots gehandelt, und ein Standard-Lot entspricht 100’000 Einheiten einer Währung. Je nach Broker und Produkt können Sie auch kleinere Positionsgrössen als ein Standard-Lot handeln. Der Handel auf Margin bzw. mit Hebel ist optional, aber weit verbreitet. Dabei stellen Sie nur einen Teil des gesamten Positionswerts bereit, während der Broker Ihre Position hebelt. Die Differenz zwischen Ihrem eingesetzten Kapital und dem vom Broker bereitgestellten Betrag ist die Margin.

Sie können wählen, wie viel Hebel Sie einsetzen möchten. Je weniger Hebel Sie nutzen, desto mehr eigenes Kapital müssen Sie einsetzen. In den meisten Fällen wird EUR/USD jedoch mit Margin gehandelt. Hebel verstärkt sowohl Gewinne als auch Verluste, da Ihre Position auf dem gesamten Handelswert basiert – nicht nur auf dem Betrag, den Sie selbst eingesetzt haben. Wenn Sie bei einem gehebelten Trade Geld verlieren, kann dies daher schneller passieren.

Stop-Loss-Orders können beim Risikomanagement helfen. Dieses Instrument schliesst eine Position automatisch, sobald eine bestimmte Verlustgrenze erreicht wird. Dadurch kann es beim Handel mit EUR/USD wichtig sein. Es verhindert zwar nicht, dass Sie bei einem schlechten Trade Geld verlieren, kann Ihre Verluste aber begrenzen.

EUR/USD ist sehr liquide, doch Ergebnisse sind unsicher und Risiken bestehen immer. Mit der richtigen Analyse und passenden Handelsbedingungen kann dieses Währungspaar jedoch interessante Chancen für Trader bieten.

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