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Jacob Falkencrone
Global Head of Investment Strategy
Saxo Group
Aktien sind nicht nur Tickersymbole auf einem Bildschirm; sie repräsentieren Eigentum an realen Unternehmen. Einige Aktien können Ihnen Stimmrechte geben, andere versprechen konstante Dividenden, und manche bieten potenziell ein erhebliches Wachstum. Das Verständnis der verschiedenen Arten von Aktien ist daher entscheidend, wenn Sie kluge Anlageentscheidungen treffen möchten.
Von stabilen Blue-Chip-Riesen bis hin zu risikoreicheren, schnell wachsenden Unternehmen hilft Ihnen die Kenntnis der unterschiedlichen Kategorien dabei, den Aktienmarkt besser zu verstehen. Ob Sie auf langfristiges Wachstum oder verlässliche Erträge aus sind – jede Aktienart spielt eine wichtige Rolle beim Aufbau einer ausgewogenen Anlagestrategie.
Aktien lassen sich anhand verschiedener Kriterien einteilen, die jeweils Einblicke in ihre Eigenschaften und Verhaltensweisen geben. Eine einzelne Aktie kann je nach verwendeter Klassifizierungsmethode mehreren Kategorien gleichzeitig angehören.
Hier erfahren Sie, wie Aktien typischerweise gruppiert werden:
Häufig werden Aktien nach den Eigentumsrechten gruppiert, wobei die beiden Hauptkategorien Stammaktien und Vorzugsaktien sind. Diese Einteilung verdeutlicht die unterschiedlichen Rechte und Privilegien, die mit jeder Form der Anteilseignerschaft verbunden sind.
Ein weiteres Kriterium zur Kategorisierung von Aktien ist die Größe des Unternehmens, gemessen an der Marktkapitalisierung. Üblicherweise unterscheidet man zwischen Large-Cap-, Mid-Cap- und Small-Cap-Aktien, die die Größe und finanzielle Stärke des emittierenden Unternehmens widerspiegeln.
Aktien lassen sich zudem nach Anlagestilen einteilen, beispielsweise in Wachstums- und Value-Aktien. Diese Kategorisierung verdeutlicht das Potenzial einer Aktie für künftige Wertzuwächse oder ihre mögliche Unterbewertung am Markt.
Einige Aktien werden aufgrund ihrer Reaktion auf ökonomische Bedingungen gruppiert. Zyklische Aktien schwanken in der Regel mit der Konjunktur, während nicht zyklische und defensive Aktien weniger empfindlich auf wirtschaftliche Veränderungen reagieren.
Darüber hinaus kann man Aktien nach ihrer geografischen Herkunft einteilen. Inländische Aktien repräsentieren Unternehmen im Heimatland des Anlegers, während internationale Aktien Zugang zu ausländischen Märkten bieten.
Eine weitere gängige Methode der Klassifizierung betrifft die Dividendenpolitik. Dividendenaktien bieten regelmäßiges Einkommen durch Ausschüttungen, während nicht-dividendenzahlende Aktien ihre Gewinne meist für zukünftiges Wachstum reinvestieren.
Schliesslich werden Aktien nach ihrem Sektor oder ihrer Branche gruppiert, zum Beispiel Technologie, Gesundheitswesen oder Finanzen. Diese Einteilung hilft Anlegern dabei, ihr Portfolio über verschiedene Segmente der Wirtschaft hinweg zu diversifizieren.
Jede Aktienart dient einem bestimmten Zweck in einem Portfolio, und Anleger halten oft verschiedene Arten von Aktien, um ihre Ziele zu erreichen. Ein grundlegendes Verständnis kann zudem dabei helfen, wie man Aktien auswählt, die zur jeweiligen Anlagestrategie passen.
Stammaktien und Vorzugsaktien sind die beiden Haupttypen von Unternehmensanteilen, die Anleger besitzen können. Stammaktien stehen für eine Teilhaberschaft an einem Unternehmen und geben den Aktionären das Recht, bei Unternehmensentscheidungen abzustimmen und Dividenden zu erhalten, wenn das Unternehmen gute Ergebnisse erzielt.
Während Stammaktionäre bei positiven Marktentwicklungen höhere Renditen durch Kurssteigerungen erzielen können, tragen sie auch ein höheres Risiko, besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Sollte das Unternehmen liquidiert werden, werden Stammaktionäre erst nach den Gläubigern und Vorzugsaktionären aus möglichen Restwerten bedient.
Vorzugsaktien hingegen bieten in der Regel keine Stimmrechte, dafür aber mehr Stabilität. Vorzugsaktionäre erhalten feste Dividendenzahlungen, bevor Stammaktionäre bedient werden, und haben im Falle einer Insolvenz des Unternehmens Vorrang auf dessen Vermögenswerte. Dadurch sind Vorzugsaktien für Anleger interessant, die planbarere Erträge bei geringerem Risiko anstreben. Allerdings sollten Anleger stets bedenken, dass jede Situation, in der Vermögenswerte tatsächlich verteilt werden, gerade für Privatanleger sehr problematisch wäre.
Aktien lassen sich auch nach der Größe des Unternehmens kategorisieren, gemessen an seiner Marktkapitalisierung – also dem Gesamtwert aller ausgegebenen Aktien. Diese Einteilung ist vor allem für Anleger interessant, die Wachstumspotenziale mit Risikomanagement ausbalancieren möchten.
Large-Cap-Aktien bezeichnen Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von 10 Milliarden US-Dollar oder mehr. Das sind meist etablierte Firmen mit einer langen Geschichte stabiler Gewinne und stetiger Entwicklung. Large-Cap-Aktien gelten oft als sicherere Investments mit eher langsamem, aber verlässlichem Wachstum. Zahlreiche Blue-Chip-Unternehmen wie Apple und Microsoft zählen zu dieser Kategorie.
Mid-Cap-Aktien sind Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung zwischen 2 und 10 Milliarden US-Dollar. Sie befinden sich häufig in einer Wachstumsphase und bieten mehr Wertsteigerungspotenzial als Large-Caps, allerdings bei etwas höherem Risiko. Viele Mid-Cap-Unternehmen reifen im Laufe der Zeit zu Large-Caps heran und sind daher für Anleger interessant, die einen Mittelweg zwischen Wachstum und Sicherheit suchen.
Small-Cap-Aktien haben eine Marktkapitalisierung von weniger als 2 Milliarden US-Dollar und sind oft jüngere Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial, aber auch höherer Volatilität. Diese Aktien können beträchtliche Renditen liefern, bergen jedoch ein größeres Risiko, da Small-Cap-Unternehmen anfälliger für wirtschaftliche Abschwünge oder Marktschwankungen sind.
Blue-Chip-Aktien stehen für Anteile an etablierten, finanziell starken Unternehmen mit einer langen Geschichte stabiler Erträge, solider Marktposition und oft regelmässiger Dividendenausschüttungen. Diese Firmen sind häufig Branchenführer und weisen in der Regel eine hohe Marktkapitalisierung auf, meist im Large-Cap-Bereich.
Blue-Chip-Aktien werden von konservativen Anlegern geschätzt, da sie auch in Zeiten erhöhter Marktvolatilität Stabilität und geringeres Risiko bieten. Bekannte Beispiele dafür sind Coca-Cola, Berkshire Hathaway und Johnson & Johnson. Diese werden oft als verlässliche Investments betrachtet.
Obwohl sie möglicherweise nicht das hohe Wachstumspotenzial kleinerer Unternehmen bieten, liefern sie beständige Renditen und sind weniger anfällig für Wirtschaftsflauten.
Value-Aktien sind Anteile an Unternehmen, die gemessen an ihrem inneren Wert als unterbewertet gelten. Diese Aktien weisen oft geringere Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV) auf und gelten am Markt als Schnäppchen.
Anleger, die auf Value setzen, hoffen, dass der Kurs steigt, sobald der Markt den wahren Wert des Unternehmens erkennt. Diese Unternehmen sind häufig reifer, verzeichnen stabile Erträge und zahlen oft Dividenden, was sie für eher konservative Anleger attraktiv macht.
Wachstumsaktien dagegen sind Unternehmen, die ein starkes Potenzial für rasantes Umsatz- oder Gewinnwachstum aufweisen. Diese Aktien werden oft mit höheren Bewertungen gehandelt, da Anleger von starkem künftigem Wachstum ausgehen. Besonders in Technologie- oder innovationsgetriebenen Branchen findet man viele Wachstumsaktien.
Obwohl Wachstumsaktien beträchtliche Gewinne versprechen, geht damit ein höheres Risiko einher, da ihr Erfolg von anhaltender Expansion abhängt.
Auch anhand der Reaktion auf das gesamtwirtschaftliche Umfeld lassen sich Aktien einteilen. Zyklische Aktien entwickeln sich oft parallel zur Wirtschaftslage. In wirtschaftlichen Aufschwüngen steigen sie, in Abschwüngen fallen sie.
Unternehmen in Branchen wie Fertigung, Luxusgüter oder Tourismus gelten häufig als zyklisch, da das Konsumverhalten bei solchen Produkten und Dienstleistungen stärker von der Kaufkraft beeinflusst wird.
Nicht zyklische Aktien (auch defensive Aktien genannt) stammen von Unternehmen, die grundlegende Produkte oder Dienstleistungen anbieten, etwa im Lebensmittel-, Versorgungs- oder Gesundheitssektor. Da diese Güter unabhängig von Wirtschaftsschwankungen nachgefragt werden, gelten nicht zyklische Aktien als stabiler.
Defensive Aktien sind Anteile von Unternehmen, die in der Regel unabhängiger vom Konjunkturverlauf sind und auch in wirtschaftlich schwächeren Phasen konstante Renditen liefern. Sie umfassen nicht nur nicht zyklische Aktien, sondern auch Unternehmen, die in Krisenzeiten Stabilität und Dividenden bieten, wie manche Blue-Chip-Konzerne oder Anbieter grundlegender Dienstleistungen, Telekommunikation oder Konsumgüter.
Insbesondere sicherheitsorientierte Anleger setzen auf defensive Aktien, da sie verlässliche Erträge und häufig Dividenden bieten – selbst wenn die Konjunktur schwächelt.
Aktien lassen sich auch nach ihrem geografischen Standort unterscheiden. Inländische Aktien sind Anteile von Unternehmen im Heimatland des Anlegers. Kaufen beispielsweise Anleger in der Schweiz Anteile schweizerischer Unternehmen, investieren sie in inländische Aktien. Diese sind oft leichter zu recherchieren und unterliegen weniger geopolitischen Risiken als internationale Titel.
Internationale Aktien hingegen sind Anteile ausländischer Unternehmen und bieten Zugang zu globalen Märkten und Volkswirtschaften. Dadurch können Anleger ihr Portfolio geografisch breiter streuen. Allerdings sollten sie dabei Risiken wie Wechselkursschwankungen und politische Unsicherheiten berücksichtigen.
Dividendenaktien sind Anteile von Unternehmen, die regelmässig einen Teil ihrer Gewinne in Form von Dividenden an ihre Aktionäre ausschütten. In der Regel handelt es sich um etablierte Firmen mit verlässlichen Cashflows und Gewinnen. Dividendenaktien sind vor allem für Anleger interessant, die auf ein stetiges Einkommen setzen oder neben Wertzuwächsen zusätzliche Erträge erzielen möchten.
Allerdings verzeichnen Dividendenaktien meist nicht das schnelle Wachstum anderer Aktienarten wie etwa Wachstumsaktien, da das Unternehmen einen Teil seines Kapitals ausschüttet und dementsprechend weniger zur Reinvestition zur Verfügung steht.
Unter IPO (Initial Public Offering)-Aktien versteht man Unternehmensanteile, die zum ersten Mal an der Börse angeboten werden. Viele Anleger versuchen früh einzusteigen, um von möglichen Kurssteigerungen zu profitieren. Allerdings sind IPO-Aktien häufig volatil, da ihre künftige Entwicklung noch unsicher ist. Damit sind sie risikoreicher als etablierte Titel.
Der Erfolg einer Investition in IPO-Aktien hängt stark vom weiteren Wachstum des Unternehmens ab. Anleger sollten sich deshalb vor einem Einstieg intensiv mit dem Geschäftsmodell, dem Managementteam und den Marktchancen auseinandersetzen.
ESG-Aktien stehen für Unternehmen, die Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren in ihr Geschäftsmodell integrieren. Solche Titel sind insbesondere für Anleger interessant, die verantwortungsbewusst investieren und Firmen unterstützen möchten, welche sich für Nachhaltigkeit, ethische Unternehmensführung und einen positiven sozialen Beitrag einsetzen.
Bei den ESG-Kriterien werden unter anderem der CO₂-Fussabdruck, Arbeitsbedingungen, Diversität im Vorstand und transparente Geschäftsabläufe bewertet. ESG-Investitionen gewinnen vor allem bei jüngeren Anlegern an Beliebtheit, da Firmen mit starken ESG-Praktiken oft als weniger risikoreich und langfristig widerstandsfähiger gelten.
Das Investieren am Aktienmarkt erfordert Entscheidungen, die sich an Ihren Zielen, Ihrer Risikobereitschaft und Ihrem Anlagehorizont orientieren.
Nachfolgend finden Sie die wichtigsten Faktoren, die Sie berücksichtigen sollten, wenn Sie entscheiden, welche Arten von Aktien in Ihr Portfolio aufgenommen werden:
Bevor Sie Aktien auswählen, sollten Sie Ihre finanziellen Ziele klar festlegen. Sparen Sie für den Ruhestand, für eine grössere Anschaffung oder planen Sie, Ihr Vermögen langfristig zu vermehren? Verschiedene Aktienarten eignen sich für unterschiedliche Ziele. Zum Beispiel:
Wenn Sie Ihre Aktienauswahl an Ihren Zielen ausrichten, stellen Sie sicher, dass Ihr Portfolio seinem Zweck gerecht wird.
Ein weiterer entscheidender Faktor bei der Auswahl von Aktien ist, wie viel Risiko Sie eingehen möchten. Wenn Sie ein eher vorsichtiger Anleger sind, könnten Blue-Chip- oder defensive Aktien die gewünschte Sicherheit bieten. Wenn Sie hingegen eine höhere Risikobereitschaft haben und mit Marktschwankungen umgehen können, bieten Wachstumsaktien oder Small-Cap-Aktien potenziell höhere Renditen.
Ihr Anlagezeitraum hilft Ihnen ebenfalls dabei, die passenden Arten von Aktien auszuwählen. Wenn Sie über Jahrzehnte anlegen möchten, können Sie sich eher die kurzfristigen Kursschwankungen risikoreicher Werte wie IPO- oder zyklischen Aktien leisten. Sind Sie hingegen kurz vor dem Ruhestand oder benötigen in absehbarer Zeit Liquidität, könnten Large-Cap- oder dividendenstarke Aktien eine sicherere Wahl sein.
Ein gut diversifiziertes Portfolio trägt dazu bei, Risiken zu streuen und verhindert, dass Sie sich zu stark auf die Entwicklung einer einzigen Aktienart oder Branche verlassen. Wenn Sie eine Mischung verschiedener Aktienkategorien halten (zum Beispiel Wachstums-, Value- und Blue-Chip-Aktien), können Sie Marktschwankungen besser ausgleichen und von unterschiedlichen Marktphasen profitieren.
Das Verständnis der verschiedenen Arten von Aktien kann Sie zu einem besseren Anleger machen, da jede Aktienart einen bestimmten Zweck im Portfolio erfüllt. Wichtig ist, dass Sie Ihre Auswahl an Ihre finanziellen Ziele und Ihre Risikobereitschaft anpassen.
Eine mögliche Strategie ist die Diversifizierung. Wenn Sie verschiedene Aktienarten halten – etwa Wachstums-, Value- und Blue-Chip-Aktien – können Sie die Auswirkungen von Marktschwankungen minimieren und gleichzeitig langfristig profitieren.
Letztlich kommt es darauf an, dass Sie genau wissen, warum Sie in bestimmte Aktien investieren. Konzentrieren Sie sich auf die langfristigen Grundlagen und bleiben Sie Ihren Prinzipien treu, selbst wenn der Markt Sie herausfordert.