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Die Bedeutung von Handelspsychologie und verhaltensorientierter Finanztheorie (Behavioral Finance)

Mind Over Money key principles

Saxo Group

Summary:  Der Aktienmarkt kann dafür sorgen, dass unsere Emotionen verrücktspielen. Indem Sie mehr über Handelspsychologie und verhaltensorientierte Finanztheorie (Behavioral Finance) lernen, können Sie Ihre Impulse besser verstehen (und kontrollieren) und so bei Ihren Investitionen einen klaren Verstand behalten.


Die Übersetzung eines Zitats des britisch-amerikanischen Ökonomen Benjamin Graham lautet: «Das grösste Problem des Anlegers – ja sogar sein schlimmster Feind – ist wahrscheinlich er selbst.»

Investieren kann viele Emotionen auslösen, egal, ob Sie ein erfahrener Trader sind oder zum ersten Mal eine Investition tätigen. Angst, Sorge und Stress in Bezug auf Geld können selbst die ruhigsten Menschen überwältigen, insbesondere wenn die Märkte einbrechen.  

Wie also können Sie verhindern, dass Emotionen Ihr Urteilsvermögen beim Investieren trüben? Wie können Sie die Geräusche einer Welt ausblenden, die sich scheinbar konstant im Krisenmodus befindet und mit Klarheit und Vernunft handeln, um Ihre finanziellen Ziele zu erreichen?  

Natürlich gibt es dafür kein Geheimrezept, aber was wäre, wenn Sie als Anleger oder Trader erfolgreicher sein könnten, indem Sie Ihre Emotionen in den Griff bekommen?  

Was ist verhaltensorientierte Finanztheorie (Behavioral Finance)?

Das Studium der psychologischen Aspekte des Investierens und Handelns wird häufig als «Behavioral Finance» oder «Handelspsychologie» bezeichnet. Aber was genau bedeutet das? Und warum sollten Sie sich damit beschäftigen?  

Behavioral Finance untersucht, warum und wie Personen finanzielle Entscheidungen treffen (sowohl irrationale als auch rationale). Dieser akademische Schwerpunkt entstand in der Hoffnung, dass wir womöglich bessere und objektivere Entscheidungen treffen können, wenn wir verstehen, warum wir gegen unser eigenes Interesse handeln. 

Die Handelspsychologie beschäftigt sich mit dem emotionalen und mentalen Zustand eines Anlegers, während er Investitionen auf dem Aktienmarkt tätigt oder eine Anlageplattform betritt und verlässt. Zwar ist jeder Anleger anders, doch zu den primären emotionalen Katalysatoren, die in der Handelspsychologie identifiziert wurden, gehören Gier, Angst und Reue. Auch positive Emotionen wie Selbstvertrauen und Stolz können beeinflussen, ob ein Anleger einen Gewinn erzielt oder herbe Verluste erleidet. 

Wesentliche Emotionen

Beispielsweise kann Gier Ihr Urteilsvermögen beeinträchtigen. Dieser Wunsch nach Reichtum kann irrationale Anlageentscheidungen auslösen, bei denen Sie riskante Investitionen tätigen oder Aktien kaufen, ohne eine angemessene fundamentale und technische Analyse durchzuführen.  

Ebenso ist Angst eine starke Emotion, die Sie dazu bringen kann, Märkte zu früh zu verlassen. Ausserdem könnten Anleger aus Angst vor Verlusten davon absehen, Risiken einzugehen. Angst kann in manchen Fällen zu Panik werden, die uns wiederum zu nervösen, impulsiven, irrationalen Entscheidungen verleitet. 

Positive Emotionen wie Selbstvertrauen können ebenfalls negative Auswirkungen haben, wenn sie nicht ausgeglichen werden und extreme Ausmasse annehmen. Ein Konzept der Behavioral Finance ist z. B. Selbstzuschreibung. Selbstzuschreibung beschreibt die Tendenz eines Anlegers, Entscheidungen basierend auf übermässigem Vertrauen in sich selbst oder einen bestimmten Markt zu treffen. Dies kann zu erheblichen Verlusten führen, wenn Anleger zu lange warten, weil sie denken, der Markt würde sich erholen. 

Sich selbst kennenlernen

Damit Sie Ihre Emotionen beim Investieren und Handeln kontrollieren können, ist es wichtig zu verstehen, welche Faktoren bei Ihnen eine psychologische Reaktion auslösen, wenn Aktien volatil werden. Sobald Sie verstehen, wodurch Ihre Gefühle ausgelöst werden, sollten Sie sich einige Strategien zur Bewältigung aneignen, damit Sie bei der nächsten Veränderung der Marktsituation nicht impulsiv reagieren.  

Egal, ob Sie anfällig für Unruhe, Unfähigkeit zur Entscheidungsfindung, Angst oder sogar übermässiges Selbstbewusstsein sind: Unsere Serie «Mind Over Money» soll Ihnen dabei helfen, die Märkte in dieser beispiellosen Zeit mit mehr Achtsamkeit zu navigieren. 

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